360 Kurven mit dem VW Golf R

[box size=“large“ border=“full“]Mit 300 PS in einem kompakten Sportler nach Arosa[/box]

Feiertag, die Sonne lacht. Am Nachmittag nehme ich einen schneeweissen Golf in der siebten Generation entgegen, und zwar den in der R-Ausführung.

 

Das bedeutet: 2.0 Liter TFSI-Motor, 300 PS, 380 Nm, 6-Gang DSG, permanenter Allrad und eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 4.9 Sekunden
Vergleicht man das Design mit dem Vorgänger, wirkt der neue R etwas schmaler – fast ein wenig unauffällig. Einfach moderner, wie die gesamten neuen VW-Modelle. Schnittig und mit dem Kanten-Design sehr elegant.

 

[box size=“large“ border=“full“]Performance? Hatter![/box]

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Leistung

Einsteigen, anschnallen und festhalten. Dem verbautem Zweiliter-Turbo-Vierzylinder haben die Volkswagen-Ingenieure satte 300PS entlocken können – das sind 30PS mehr gegenüber dem Vorgänger. Das potente Drehmoment von 380Nm steht laut Datenblatt im Drehzahlbereich von 1.800 U/min bis 5.500 U/min  zur Verfügung. Während der Testfahrt habe ich aber manchmal das Gefühl gehabt, dass der R sich eine Sekunde Zeit nimmt, dem Turbo zu sagen: POWER! JETZT! Abgesehen davon, geht der Golf R ab, wie kein Golf vor ihm. Die Sportwagenwerte von 4.9 Sekunden habe ich nicht getestet, aber ich glaube es. Gibt man dem R die Sporen, drückt es einen unbeirrt in den Sitz, ohne Leistungverlust knallt das DSG die Gänge rein, das Turbo-Triebwerk reagiert geschmeidig, die Bäume und die schneebedeckten Berge fliegen nur so vorbei, und das bis zur nächsten Kurve …

 

 

[box size=“large“ border=“full“]FÜR RENNSTRECKE UND ALLTAG[/box]

 

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Fahrverhalten

…ist die Kurve erreicht, sollte man bremsen. Diese Bremsen sind bissig, und verleihen einem das Gefühl, auch mal später bremsen zu können. Sehr lobenswert ist auch das Fahrwerk: Im Race-Modus mit der notwendigen Härte eingestellt, folgt der Golf R der Ideallinie ohne nervös zu werden. Über jeden Lastwechsel erhaben, vermittelt es Rennsport-Ambitionen und Sicherheit. Sowohl bergauf als auch bergab – der R fühlt sich immer sportlich an, wenn man es will. Im Normal- sowie im Eco-Modus, ist es ein bequemer Golf zum cruisen, der spritsparend bei 2000 U/min den nächsthöheren Gang einlegt. Zurück zum Racemodus: Den Golf R durch die 360 Kurven in Richtung Arosa zu prügeln (falls die Bahn frei ist), ist schon ein besonderes Erlebnis. Dank permanentem Allrad und 3-fachem ESC (Electronic Stability Control/AN, Halb-AUS, Ganz-AUS) hat man nie das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Mit 100km/h in die Spitzkehre, auf die Eisen und im 2. Gang Vollgas … der R zieht stoisch seine Spur. Dynamik pur. Herrlich …

 

 

[box size=“large“ border=“full“]Blick in den neuen Top-Golf[/box]

 

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Innenraum

Im Vergleich zum Vorgänger hat sich nicht viel getan. Die auffälligste Weiterentwicklung – die mir sehr gefällt –, ist die fahrerorientierte Anordnung der Mittelkonsole. Der Fahrer hat so alles perfekt im Überblick. Verarbeitung und Wertigkeit der Materialen sind Volkswagentypisch auf hohem Niveau. Alles passt perfekt, nichts wirkt billig (dem Kaufpreis angemessen) und klappern tut auch nichts. Gefallen hat mir das Ambientlight in den Türen. Die Beleuchtung der Amaturen ist neu in weiss gehalten, keine Ahnung, ob man das wieder auf rot oder blau  (Vorgänger) umstellen kann. Die Sportsitze in feinstem Leder gehüllt, vermitteln einen guten Seitenhalt und bieten noch genug Komfort. Platzangebot ist Golftypisch.

Der Preis der Sportlichkeit

Der VW Golf R ist mit 300 PS der stärkste Serien-Golf aller Zeiten. Und der teuerste. Preislich beginnt er mit manuellem Getriebe bei CHF 49’400. Die DSG-Version kostet CHF 52’900.

Weitere Infos: Amag Chur

[box size=“large“ border=“full“]Weitere Fotos …[/box]

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  1. Roland

    Ich bin letztens auch wieder in den Genuss eines Golfs gekommen. Netter, kleiner spritziger Gefährte. Auch wenn der Mietwagen wahrscheinlich deutlich weniger PS hatte wie der jetzt hier.

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